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Die Lasertherapie


Die Laserbehandlung der Fehlsichtigkeit ist ein direktes Verfahren

Sie setzt keine Brillengläser vor das Auge, keine Kontaktlinsen auf das Auge und keine körperfremden Implantate in das Auge. Das Problem der Fehlsichtigkeit wird direkt am Auge selbst gelöst, und zwar ausschließlich an seiner Oberfläche.

Die grundsätzlichen Schritte des LASIK-Verfahrens

Schritt 1:
Das LASIK-Verfahren beinhaltet immer zwei Schritte. Zunächst wird eine oberflächliche Hornhautschicht (90 bis 120 Mikrometer) teilweise abgetrennt und weggeklappt.
Schritt 2:
Dann wird das darunter liegende Gewebe – entsprechend der Fehlsichtigkeit – mit dem Eximer-Laser abgetragen und damit die Fehlsichtigkeit korrigiert.
Schritt 3:
Die Hornhautlamelle wird wieder zurückgeklappt. Sie hält ohne Naht und passt sich genau der neuen Unterfläche an.

Der Femtosekunden-Laser (neueste Technik) Schritt 1:

Bei der klassischen LASIK wird diese Lamelle durch einen Schnitt mit einem Mikrokeratom, einem ultrafeinen Schneidegerät, erzeugt.
Heute kann ganz auf das Messer verzichtet und auch dieser Schnitt auch mit einem Laser, einem Femtosekundenlaser gemacht werden.
Die messerfreie Femto-LASIK auch "all laser lasik":
Der Femtosekundenlaser arbeitet mit ultrakurzen Lichtpulsen, die nur einige Millionstel Teile einer Milliardstel Sekunde dauern. Bei extremer Fokussierung des Lasers auf einige Tausendstel eines Millimeters können kurzzeitig sehr hohe Energiedichten entstehen. Dort bilden sich dann durch sogenannte Photodisruption, winzige Gasblasen im Gewebe. Wenn nun viele dieser kleinen Gasblasen in einer Ebene so eng nebeneinander gesetzt werden, dass sie sich berühren und verschmelzen, so entsteht ein kompletter Schnitt. Das umliegende Gewebe bleibt durch die hohe Energiekonzentration unbelastet. Bei der Femtosekunden-LASIK können Dicke und Durchmesser der Hornhautlamelle (engl. „flap“) für jeden Patienten individuell eingestellt werden.
So sind dünnere Schnitte präzise möglich und auch die Geometrie und Dicke sind frei bestimmbar. Auch Patienten mit dünner Hornhaut, großen Pupillen und hoher Fehlsichtigkeit können jetzt mit dem Femtosekunden-Laser behandelt werden.

Die Energie des Femtosekundenlasers wird präzise in der gewünschten Tiefe fokussiert und das Gewebe durch die Gasbläschen getrennt.
Nun kann die obere Schicht, das Hornhautdeckelchen oder „flap“, wie eine dünne Folie (ca.0.1mm) aufgeklappt werden.
Zur Korrektur des eigentlichen Sehfehlers wird jetzt durch den Excimerlaser (siehe unten) die Hornhaut neu modelliert um deren Brechkraft zu verändern.
Am Ende der OP wird das Hornhautdeckelchen wieder zurückgelegt, um so schnelle und schmerzfreie Heilung zu erreichen.
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Animation der Femtosekundenlaser-Prozedur

TV-Beitrag auf Pro 7, WunderweltWissen     

 



Animation und Film benötigen das   Flash-Plugin  und können derzeit nicht mit Apples iPhone oder iPad darge-
stellt werden. Sie können den Film auch kostenfrei auf DVD in TV-Qualität hier bestellen



Excimer-Laser (Schritt 2):

Das Ziel der Excimer-Laserbehandlung ist es, durch sanfte, flächige Abtragung von Hornhautgewebe die optischen Eigenschaften des Auges, also die Brechkraft, direkt zu verändern. Flächige Abtragung heißt, dass auf einer Fläche von fünf bis neun Millimeter Durchmesser zentral auf der Augenhornhaut weniger als ein zehntel Millimeter abgetragen wird. Dies kann so präzise nur mit dem Laser gelingen. Die notwendige Präzision beim Einsatz des Excimer-Lasers wird durch aufwendige Computerprogramme sichergestellt.
Übrigens ist der Excimer-Laser ein Kaltlichtlaser - denn Hitzeeinwirkung schadet der empfindlichen Augenhornhaut genauso wie ein unpräziser Messerschnitt. Was passiert bei der Behandlung? Der energiereiche Lichtstrahl schneidet nicht, er verdunstet hauchdünne Hornhautscheibchen. Er löst sie so schnell auf, dass das darunterliegende Gewebe nicht geschädigt wird. Der Laserstrahl dringt nur wenige tausendstel Millimeter in die Augenhornhaut ein, verändert beispielsweise bei Kurzsichtigen die Hornhaut so, dass eine natürliche Zerstreuungslinse geformt wird. Gewissermaßen wird die notwendige Brille in die Hornhaut "eingeschliffen".
Die ganze Behandlung dauert nur wenige Minuten, sie ist nach Gabe entsprechender Augentropfen schmerzfrei. Ein Augenverband ist danach nicht nötig; zum Schutz der Augen reicht eine Sonnenbrille.
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Wellenfrontbehandlung - Customized Ablation

Die Aberrometer-(ORK WAVEFRONT ANALYZER) oder wellenfrontgesteuerte LASIK (ORK "customized ablation") wird häufig auch die "maßgeschneiderte" LASIK oder "Customized Ablation" genannt:Das menschliche Auge stellt kein ideales und perfektes optisches System dar, sondern weist Abbildungsfehler sog. optische Aberrationen auf. Die "normale" LASIK kann, ebenso wie eine Brille, den größten Teil der Abbildungsfehler korrigieren, sodass ein hervorragendes Sehvermögen ohne Brille erreicht wird. Zusätzlich kann seit einiger Zeit - mittels eines sog. Aberrometers oder durch Bestimmung der "Cornealen Wellenfront" (ORK Corneal Wavefront)- das Auge so exakt ausgemessen werden, dass eine "maßgeschneiderte" LASIK berechnet werden kann. Diese sog. Wellenfront- bzw. Aberrometer - gesteuerte LASIK oder PRK/Lasek (ORK Customized Ablation) stellt eine Weiterentwicklung dar und soll ein noch besseres Sehvermögen vor allem in der Dämmerung ermöglichen.


Bisher erfolgt die LASIK-Behandlung anhand der Werte, die bei der Bestimmung der optimalen Brille ermittelt werden , z.B. –3,0 sph – 1,0 cyl/40° auf dem Brillenpass bedeutet drei Dioptrien Kurzsichtigkeit und eine Dioptrie Astigmatismus.
Der Laser behandelt die Hornhaut nun gleichmäßig, um überall die gleiche Korrektur zu erhalten. Dabei werden winzige Unterschiede in der Brechkraft des Auges oder der Oberflächenbeschaffenheit der Hornhaut nicht berücksichtigt.
Mit einem Aberrometer wird die Wellenfont des gesamten Auges erfasst, mit einem neuartigen Meßverfahren, dem Topographiegerät Keratron Scout werden geringste Veränderungen der Hornhautoberfläche dargestellt.
Mit diesen Messwerten kann eine Art optische Massanfertigung der Laserbehandlung berechnet werden, denn jedes Auge ist etwas unterschiedlich (Fingerabdruck). Insbesondere wenn Ihr Auge einen irregulären Astigmatismus (z.B.irreguläre Hornhautoberfläche) aufweist, ist eine deutliche Verbesserung möglich.
Nur die augenärztliche Untersuchung durch den Laserspezialisten kann klären, welches Verfahren für Sie optimal ist.
Physikalisch-optische Grundlagen der wellenfrontgesteuerten Behandlung erfahren Sie HIER !